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Informationen für interessierte Schulen und Lehrer*innen

Worum geht es bei dem Konzept?

Hinter der Bezeichnung „IT-Security Girls“ verbirgt sich eine innovative Schul-AG für Schülerinnen aus der Mittelstufe mitsamt einem fünftägigen Barcamp zum Abschluss der AG.

Der Hintergrund ist, dass zum einen mit der in Deutschland weit verbreiteten Meinung aufgeräumt werden soll, dass IT zwangsläufig mit Informatik zu tun haben muss. Informatik bedeutet zu 98% Programmieren. Kaum ein ausgebildeter Informatiker hat in seinem Studium ernsthaft die Themen Netzwerke, IT-Administration oder IT-Sicherheit kennengelernt.

Wichtig zu wissen ist: Informatik ≠ IT-Administration ≠ IT-Sicherheit

Es werden EU-weit neben Programmier*innen, IT-Administrator*innen seit vielen Jahren vor allem händeringend IT-Sicherheitsspezialist*innen gesucht. Aber leider tauchen vor allem die letzten beiden Bereiche an Schulen fast nie auf. Und in Folge dessen spielen sie bei Schüler*innen keine Rolle, wenn es um die Berufswahl geht.

Zum anderen benutzen die Jugendlichen via Mobiltelefon und Apps tagtäglich irgendwelche Plattformen, ohne zu verstehen, was da im Hintergrund wirklich passiert, wie das technisch genau abläuft und wieso eigentlich alles umsonst sein kann. Von den möglichen Gefahren im Umgang damit ganz zu schweigen.

Das Wissen der Eltern ist diesbezüglich in den allermeisten Fällen auch sehr überschaubar. Und das sieht bei vielen Lehrer*innen zumeist nicht viel besser aus...

Unter anderem genau diese Punkte greift die AG auf: Sie macht spielerisch und teils witzig das Thema IT-Sicherheit für Mädels interessant. Ferner klärt sie auf über Netzwerke, das Internet, die Technik dahinter und warum Datenschutz und Datensparsamkeit sehr wichtig sein kann. Und sie soll auch schon ein bisschen aufzeigen, warum das ein cooles und sehr zukunftsträchtiges Berufsfeld sein könnte.

 

Wie kann ich als Lehrer*in die AG durchführen und wie läuft das ab?

  • Es muss an jeder teilnehmenden Schule vorab einmalig eine Online-Fortbildung von mindestens zwei Lehrer*innen durchgeführt werden. Dabei sollte möglichst eine Frau dabei sein (Stichwort: Rolemodel).

  • Die Fortbildung läuft über fünf Wochen, pro Woche sind maximal eine Stunde Zeitaufwand notwendig. Gestartet wird an mehreren Terminen in der Woche und auch zu verschiedenen Zeitpunkten (Januar/April/Juni). Zum Beispiel: Wenn ein Termin an einem Dienstag nicht wahrgenommen werden kann, kann das in der gleichen Woche am Donnerstag nachgeholt werden.

  • Es muss sich grundsätzlich nicht um Informatiklehrer*innen handeln. Ganz im Gegenteil. An Technik interessierte Kolleg*innen reichen aus - es wird alles Wesentliche für die Durchführung der AG in der Fortbildung beigebracht. Das ist nämlich Wissen, welches auch den allermeisten Informatikerlehrer*innen fehlt 😉

  • Die aktuell 18 fix- und fertig ausgearbeiteten AG-Einheiten sind für eine Schuldoppelstunde (1,5h) pro Woche vorgesehen. Das bedeutet, die Unterrichtsvorbereitungszeit ist sehr überschaubar.

  • Wichtig zu wissen ist dabei, dass es sich nicht um Materialien handelt, die "irgendwie ein Leitfaden" sind. Die Stunden müssen ganz genau so durchgeführt werden, damit die Schülerinnen auf dem Barcamp alle exakt den gleichen Wissenstand haben!

  • Die Teilnahme an dem füntägigem Barcamp (zumeist im Mai) in der Jugendherberge Bad Homburg ist zumindest für eine Lehrkraft pro Schule obligatorisch. Die Gesamtkosten belaufen sich pro Schülerin übrigens auf ca. 200,- Euro (plus Anfahrtskosten).

Was hat die Schule davon und welche Voraussetzungen gibt es?

  • Eine deutliche Stärkung des MINT-Profils der Schule! Es handelt sich um ein Thema, was seit Jahren brandaktuell ist, aber das dafür notwendige Wissen überhaupt nicht in der Bevölkerung ankommt. Mit der AG können Sie einen aktiven Beitrag leisten, das zu ändern!

     

  • Es hat sich an einigen Schulen gezeigt, dass - wenn die Rahmenbedingungen stimmen - die AG spätestens im zweiten Jahr sehr viel Zuspruch erfährt und "durch die Decke" geht.

     

  • Benötigt werden "eigene" einigermaßen flotte Laptops (Intel i5, 8GB RAM, 256GB SSD, Windows 10/11). Denn auf den Laptops muss eine Virtualisierungssoftware mitsamt einer Kali-Linux-VM installiert werden (und dass wird die IT der Städte/Landkreise auf den Schulgeräten vermutlich nicht gestatten).
    Laptops, weil diese zum Barcamp mitgebracht werden müssen. Allerdings benötigt nicht jede Schülerin eins, die Geräte können auch zu zweit oder zu dritt benutzt werden. Wir kooperieren diesbezüglich mit einer Firma, die sich auf die Wiederaufbereitung gebrauchter Geräte spezialisiert hat - es gibt dort für diese AG Sonderkonditionen. Wir stellen gerne den Kontakt her!

     

  • Ebenfalls ist für die AG ein freier und ungefilterter Internetzugang notwendig. Die Datenmengen sind allerdings überschaubar, insofern kann auch schon ein Mobile-Hotspot ausreichen.

     

  • Die AG kostet ab 2025/2026 pro Jahr und Schule 240,- Euro brutto. Dafür gibt es jedes Jahr Plakate und weitere Materialien, die zugeschickt und zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wird das Barcamp mitsamt der dort stattfindenden Aktionen und Events organisiert.

Warum nur Girls?

Weil sich viel zu wenige Mädchen für die IT interessieren!

Dazu kommt: Der Altersunterschied fällt in der AG spätestens in der zweiten Einheit nicht mehr auf. Alle fangen nämlich bei null an. Sobald aber ein total fitter "Nerd" dabei wäre, würde das Ganze so nicht mehr funktionieren. Mit "Nerdinnen" klappt das aber!

Ja, es wird deshalb vermutlich Beschwerden von Schülern geben und eventuell auch von Eltern. Die könnnen entweder auf -> §5 AGG verwiesen werden oder auf die Tatsache, dass es irgendwann auch die Boys-Variante geben wird...

Jetzt mitmachen - rufen Sie an!

 +49 6032 92650

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